Krebs ist so schwierig zu heilen, weil seine Behandlung so profitabel ist

Krebstherapie: Eine neue Richtung

Walter Last

Um Tod durch Krebs zu vermeiden, müssen wir Entzündungen verhüten, indem wir den Tumor stabilisieren und ihn dann nur schrittweise mit einer Kombination aus oraler Alkalisierung, anti-mikrobiellen Behandlungen, proteolytischen Enzymen und periodischem Rohkost-Fasten eliminieren.


Bei der heute populären Krebstherapie liegt der Schwerpunkt auf der Zerstörung von Tumoren; daher konzentriert sich die Forschung auch auf immer neue Methoden zur Erreichung dieses Ziels. Es gibt jedoch kaum Tatsachenbeweise dafür, dass diese Vorgehensweise wirklich funktioniert und dem Patienten nützt. Im Gegenteil: Immer mehr deutet darauf hin, dass es genau dieser Ansatz ist, der Krebs eigentlich so gefährlich macht. In meiner mehr als 30-jährigen Arbeit mit Krebspatienten folgte ich anfangs auch der allgemeinen Ansicht, dass Tumore der Feind sind, den es zu vernichten gilt; doch mit der Zeit und dank unabhängiger Forschungsergebnisse änderte ich meine Meinung.

Heute halte ich Krebszellen und Tumore im allgemeinen für harmlos und sehe die herkömmlichen Therapien als den Hauptgrund für Krebstodesfälle an. Ich bin davon überzeugt, dass mit der richtigen Behandlungsstrategie niemand mehr an Krebs sterben müsste. Im folgenden möchte ich kurz meine Gedanken zu einer neuen Art der Krebstherapie umreißen.

Seit mehr als 100 Jahren häufen sich die Indizien dafür, dass Krebs eine mikrobielle Ursache hat. Ich habe mich mit diesem Thema in meinem Artikel „Pleomorphic Microbes – The Hidden Cause of Cancer and Autoimmune Diseases“ [„Pleomorphe Mikroben – die wahre Ursache von Krebs und Autoimmunerkrankungen“]1 beschäftigt. Auf den nächsten Seiten wird es um mein heutiges Verständnis der Entstehung von Krebs gehen.

Krebs kann mit einer Primärinfektion beginnen, die sich in einem besonders beanspruchten oder gestauten Teil des Körpers zu einer chronischen Erkrankung entwickelt. Nach Reich kann Mikrobenaktivität auch spontan durch den Zerfall ungesunden Gewebes entstehen.2 Der Körper grenzt die Verseuchung ein, indem er sie einkapselt. Eine alternative Theorie für die Tumorbildung ist auch, dass sie mit einem Biofilm beginnt, durch den sich die Mikroben vor dem Immunsystem schützen. Eine ähnliche Vorgangsweise finden wir bei Bäumen, die nach dem Stich einer bestimmten Wespenart Rindenkrebs entwickeln. Aber solange das Blut halbwegs sauber bleibt, ist ein Tumor einfach nur ein Tumor – weder bösartig und schon gar nicht Krebs.

Unterliegt das Immunsystem aber permanenten Angriffen von Dysbakterie, Candida, Leaky-Gut-Syndrom (ein durchlässiger Darm, der Giftstoffe in den Blutkreislauf gelangen lässt), stresserzeugenden Ereignissen wie emotionalen Traumata oder unterbewussten Ängsten und Schockzuständen wegen einer Krebsdiagnose, dann wird das Blut durch gefährliche (pleomorphe) Mikroben verseucht. Dadurch erwachen auch mehr oder weniger inaktive Mikroben innerhalb des Tumors plötzlich zum Leben. Krebserregende Mikroorganismen erzeugen Metaboliten, die die oxidative Energieerzeugung in den Zellen blockieren. Seeger und Budwig haben nachgewiesen, dass es dabei zu einer Obstruktion des Cytochrom-Systems kommt. Zusätzlich kann durch hefehaltige Weinsäure3, die im Körper mit Apfelsäure konkurriert, der Zitronensäurezyklus blockiert werden. Außerdem produzieren Krebsmikroben auch Wachstumshormone, die eine Vergrößerung des Tumors herbeiführen.

Was auch immer die Ursache ist – pleomorphe Mikroben hemmen in zunehmendem Maße die oxidative Energieerzeugung in den betroffenen Zellen und erzeugen stattdessen eine anaerobe Energie, ähnlich wie bei Pilzen. Tumorzellen ähneln dann Pilzzellen immer mehr. In diesem Stadium ist der Tumor zwar schon bösartig, breitet sich aber noch nicht aus. Das ist eine Phase, die jahrelang anhalten kann, während der Tumor langsam wächst, schrumpft oder über lange Zeiträume hinweg inaktiv bleibt, je nach körperlicher Vitalität, Stärke des Immunsystems und vor allem dem Säure-Basen-Gleichgewicht (pH-Wert) des lymphatischen Systems. Je stärker die oxidative Energieerzeugung des Tumors gehemmt wird, desto mehr Milchsäure wird produziert, desto bösartiger wird der Tumor und desto schneller wächst und metastasiert er.

Krebszellen sehen aus und verhalten sich wie Pilze; auch ihr Metabolismus und ihre Verbreitung sind gleich wie bei Pilzzellen. Am besten lässt sich das durch einen Vergleich mit Candida feststellen. Im Normalzustand ist Candida albicans ein harmloser und vielleicht sogar nützlicher Darmpilz, der sich jedoch unter existenzbedrohendem Druck in eine gefährliche und invasive Pilzform verwandelt. Mit Krebszellen verhält es sich genauso. Wenn Tumore durch zunehmendes Mikrobenwachstum oder aggressive medikamentöse Behandlung unter Druck geraten, werden sie lokal invasiv und neigen auch zur Metastasierung in entferntem Gewebe.

In der modernen Medizin geht die Tendenz dahin, auch sehr kleine Tumore zu entfernen. Dadurch werden bereits vorhandene, aber inaktive Mikrometastasen schon Jahre früher zum Wachstum provoziert, was vor allem bei jüngeren Menschen mit starken Entzündungsreaktionen zu einer Verkürzung der Lebensdauer führt.4 Ob die konventionelle Tumorbehandlung Metastasen hervorruft, hängt nicht von der Größe des Tumors oder seinem schulmedizinisch bestimmten Stadium beziehungsweise seiner Bösartigkeit ab, sondern von der Vergiftung des Blutes durch Mikororganismen und vor allem vom pH-Wert des lymphatischen Systems (Säuregehalt). Sollte die konventionelle Behandlung zu einem langfristigen Heilungserfolg führen, dann bedeutet das nur, dass der Tumor im Hinblick auf das Vorhandensein von Mikroben von Anfang an harmlos war.

Doch auch Metastasen bringen einen Patienten üblicherweise nicht um. Tumore sind nur selten tödlich, wenn sie auf lebenswichtige Organe drücken; meistens sind sie indirekt letal, weil sie durch tumorzerstörende Behandlungen oder durch ein besser funktionierendes Imunsystem angegriffen werden und daraufhin Giftstoffe in großer Menge abgeben. Häufig sorgen dann schwere Entzündungen und Infektionen dafür, dass es zu tödlichen Lungeninfektionen, Herz- oder Leberversagen kommt. Dabei ist es gleich, ob schulmedizinische oder alternative Therapien für die Entzündungen verantwortlich sind. Die meisten Metastasen-Patienten, die die Erstbehandlung überstanden haben, sterben Jahre später an Kachexie – starker Abmagerung und Muskelschwund, die auf zunehmende Blutarmut durch die Zerstörung von Erythrozyten (roten Blutkörperchen) wegen pilzartiger Mikroorganismen im Blutkreislauf zurückzuführen sind.

Es gibt also drei mögliche Ursachen für den Krebstod:

·        den seltenen Fall, dass ein Tumor zu groß wird und lebenswichtige Organfunktionen blockiert;

·        schwere Entzündungen, die durch eine Immunantwort sowie Giftstoffe aus einem sich zersetzenden Tumor ausgelöst werden;

·        und die Zerstörung eines Großteils der roten Blutkörperchen durch Mikroorganismen im Blutkreislauf, sodass nicht mehr genug Sauerstoff zugeführt werden kann.

Wie man Krebstod verhindert

Wenn es gelingt, das Eintreten der oben angeführten Ursachen zu vermeiden, muss niemand mehr an Krebs sterben. Eine aktuelle Studie zeigt auf, wie dieses Ziel selbst bei einer konventionellen Chemotherapie zu erreichen ist – indem man den Tumor nicht zerstört, sondern ihn nur daran hindert, weiterzuwachsen. Der Forscher schreibt:

„Beim Tierversuch mit Mäusen, die an Eierstockkrebs leiden, zeigte sich, dass der Tumor dank hochdosierter Chemotherapie verschwindet. Man hat den Eindruck, die Erkrankung sei geheilt, doch üblicherweise kehrt sie wenige Wochen später zurück und führt zum Tod der Versuchstiere. Wir haben die Chemotherapie geringer dosiert und sie nur appliziert, wenn es notwendig war. So konnten wir die Tumore stabil und die Versuchstiere für unbegrenzte Zeit am Leben halten.“5

Das Mittel der Wahl in der Naturmedizin, wenn man einen Tumor stabilisieren und am weiteren Wachstum hindern will, ist nicht Chemotherapie, sondern Alkalisierung. Wenn sich ein Tumor ausbreiten will, muss er das Bindegewebe auflösen – und das kann er nur, wenn das Gewebe säurehaltig genug ist, um die Peptidase des Tumors zu aktivieren. Eine Studie aus dem Jahr 20096 zeigt, dass die orale Einnahme von Natriumhydrogencarbonat (Natron) nicht nur das Tumorwachstum hemmt und im Tierversuch (Mäuse mit metastatischem Brustkrebs) die Entstehung spontaner Metastasen verhindert, sondern auch die Häufigkeit von Lymphknotenbefall und Lebermetastasen senkt.

In einer weiteren Studie vom Januar 20137 wurden diese Ergebnisse bestätigt und sogar noch übertroffen. Dabei konnte nachgewiesen werden, dass die orale Einnahme von Natron nicht nur das Tumorwachstum stoppt, sondern Tumore auch zum Schrumpfen bringen kann. Natron alkalisiert die Lymphflüssigkeit und wirkt entzündungshemmend, sodass ein sukzessive schrumpfender Tumor bei Beibehaltung der notwendigen Alkalisierung keine Probleme verursacht.

Aus der Studie werden faszinierende Fakten über Tumorwachstum als Folge von Acidität (Säurehaltigkeit) ersichtlich. Messungen innerhalb bösartiger Tumoren ergaben einen sauren pH-Wert zwischen 6,5 und 6,9. Normales Gewebe hat hingegen einen pH-Wert zwischen 7,2 und 7,4; ein Wert von 7 ist pH-neutral. Ein Tumor breitete sich nur dann ins umliegende Gewebe aus, wenn der pH-Wert an den Außenseiten des Tumors unter 7,2 lag. Hatte eine Seite des Tumors einen pH-Wert von 6,7 und die andere einen von 7,3, dann schrumpfte der Tumor auf der Seite mit dem höheren Wert und breitete sich auf der anderen ins umliegende Gewebe aus. Im Versuch konnte man binnen weniger Tage eine sichtbare Bewegung des Tumors feststellen, je nach Säure-Basen-Haushalt seiner Umgebung im Körper.

Bei unbehandelten Mäusen waren der gesamte Tumor und das umliegende Gewebe acidisch, wobei der niedrigste pH-Wert (6,57) an den Außenseiten des Tumors festzustellen war, während bei behandelten Tieren der gesamte Tumor und das umliegende Gewebe basisch waren, mit dem pH-Höchstwert von 7,26 an den Außenseiten des Tumors. Unbehandelte Tumore verdoppelten ihre Größe innerhalb von zwei bis sechzehn Tagen nach der Verpflanzung; die Tumore, die mit Natriumhydrogencarbonat behandelt wurden, wuchsen bis zum achten Tag langsam und begannen dann auf etwa halbe Größe zu schrumpfen. Einer von vier Tumoren löste sich bis zum zwölften Versuchstag sogar vollständig auf. Die Natron-Menge, die dabei benutzt wurde, belief sich auf 17 Gramm pro Liter Wasser, von dem die Mäuse soviel trinken konnten, wie sie wollten.

Vor kurzem konnte ich selbst beobachten, wie sich verschiedene Behandlungsmethoden auswirken. Im Oktober 2012 wurde bei einer Frau, mit der ich korrespondierte, Lungenkrebs im vierten Stadium (dem letzten vor dem Tod) diagnostiziert. Sie hatte einen großen Tumor im rechten Lungenflügel und eine Menge Wasser in Herz und Lunge. Zur selben Zeit wurde beim bekannten Cricketspieler Tony Greig Lungenkrebs im ersten Stadium und eine kleine bösartige Läsion im rechten Lungenflügel diagnostiziert. Im Januar war Greig als Folge seiner Therapie an Herzstillstand gestorben. Die Frau hingegen, die eine alkalisierende, antimikrobielle Therapie angewandt hatte, wies kein Wasser mehr in den zuvor betroffenen Organen auf; zudem befand sich ihr Herz in einem ausgezeichneten Zustand, und ihre Blutbefunde und das allgemeine Befinden waren mehr als gut. Ihr Tumor hatte dieselbe Größe wie bei der Durchleuchtung im November.

Tumore sicher verkleinern

Gershom Zajicek, ein Professor für experimentelle Medizin und Krebsforschung, präsentierte vor kurzem im Internet seinen Vortrag „Treatment accelerates tumor growth“ [„Behandlung beschleunigt das Tumorwachstum“]8. Darin erläuterte er jüngste Untersuchungen, denen zufolge der Versuch, Tumore mit schulmedizinischen Therapien zu entfernen oder zu verkleinern, nutzlos und gefährlich sei – da sich danach entweder Metastasen bilden oder die Tumore schneller als zuvor wieder wachsen. Auch eine neue Studie in Nature Medicine zeigt, dass Chemotherapie zur Metastasenbildung führt und Tumore nach Ende der Behandlung schneller wachsen und viel größer werden.9 Im Endeffekt bringen die verabreichten Medikamente die Patienten nur schneller um. Wenn Tumore belastet werden, bilden sie Stammzellen aus, aus denen wiederum neue Krebszellen entstehen, die um einiges bösartiger und therapieresistenter sind als die vor Beginn der Behandlung vorhandenen Zellen. Die Schulmedizin versteckt diese Tatsachen hinter Statistiken, indem sie immer kleinere und harmlosere Tumore entfernt, und das dennoch als gelungene Krebsheilung bewertet, und indem Todesfälle nach Krebsbehandlung anderen Ursachen zugeschoben werden.

Leider bringen jedoch auch viele Naturheilverfahren Probleme mit sich, so wie alle Therapien, die auf die Zerstörung des Tumors abzielen und damit starke Entzündungsreaktionen hervorrufen. Als Beispiel dafür seien hier nur die Gerson-Therapie, Hyperthermie, die Simoncini-Methode mit Infusionen von Natron oder die Zerstörung von Brustkrebstumoren durch Schwarze Salbe (Cansema) angeführt. Diese Behandlungsmethoden sind zwar erfolgreicher als konventionelle Therapien, aber bei jüngeren und gesünderen Patienten treten auch hier die stärksten Probleme auf, weil deren Immunsysteme die stärksten Entzündungen erzeugen und Tod zum führen können.

Auch die Tumorzerstörung durch Infusionen mit Natronlauge wie bei der Simoncini-Methode ist gefährlich und kann zu Entzündungsreaktionen und Tod führen. Derartige Probleme mit natürlichen Heilverfahren könnte man leicht vermeiden, wenn man zusätzlich entzündungshemmende Maßnahmen trifft – wie beispielsweise die orale Einnahme alkalisierender Mittel, eine antimikrobielle Therapie oder periodisches Heilfasten.

Mittlerweile hat sich auch bei schulmedizinischen Untersuchungen gezeigt, dass Fasten das Tumorwachstum hemmt10 und periodisches Fasten viel wirksamer ist als uneingeschränkte Nahrungsaufnahme oder eine ständige strenge Diät. Der Vorteil beim Fasten ist, dass dadurch Tumore zum Schrumpfen gebracht werden, ohne dass es zu Entzündungen kommt.11 Wenn der Körper zu wenig Nahrung erhält, nutzt er nämlich nur krankes Gewebe und Tumore als Ersatz-Energiequelle. Ein weiterer Vorteil ist, dass durch eingeschränkte Nahrungsaufnahme auch die Aktivität der Mikroorganismen eingeschränkt wird. Einige berühmte Krebsheilungsmethoden wie die Breuß-Kur oder die Traubenkur beruhen auf diesem Prinzip.

Eine weitere Methode, Tumore zum Schrumpfen und möglicherweise völligen Verschwinden zu bringen, ohne dabei eine Entzündungsreaktion hervorzurufen, ist starke Alkalisierung durch Caesiumchlorid oder hohe Dosen Natron, sodass der pH-Wert im Urin eine Zeitlang über 8 liegt. Doch auch diese Therapien können Probleme mit sich bringen, und in den meisten Fällen sind derartige Extrembehandlungen auch gar nicht notwendig.

Oft werden in der Naturheilkunde auch proteolytische Enzyme eingesetzt, da sie beim Abbau von Proteinablagerungen und der Verkleinerung von Tumoren behilflich sein können und gleichzeitig entzündungshemmend wirken. Bevorzugt werden hier Bromelain und Papain verwendet. Die fibrinolytischen Enzyme Nattokinase und Serrapeptase verhindern zusätzlich eine überschießende Blutgerinnung (Hyperkoagulation), ohne die sich Metastasen nicht bilden können.12

Meiner Ansicht nach besteht die praktischste und verlässlichste Methode darin, die Tumore anfangs mithilfe alkalisierender Mittel stabil zu halten, also etwa über den Tag verteilt Natron und Kaliumcitrat einzunehmen.13 Danach sollte man die Tumore nach und nach zum Schrumpfen bringen, ohne eine Entzündungsreaktion auszulösen – am besten mit einer Kombination aus alkalisierender, antimikrobieller Therapie, proteolytischen Enzymen und periodischem Rohkostfasten.

Nach wie vor stellt sich jedoch das Problem jener Patienten, die einer schulmedizinischen Behandlung unterzogen wurden und nun an Kachexie sterben. Mit Graufeldmikroskopie angefertigte Videoaufnahmen („Humoral Pathology“ [„Humoralpathologie“] und „Symbiosis or Parasitism“ [„Symbiose oder Parasitismus“]14 zeigen sehr deutlich, dass die roten Blutkörperchen bei Krebs im Spätstadium stark mit Mikroorganismen infiziert sind und ihre Funktion daher nicht mehr ausüben können. Dies macht ganz offensichtlich eine antimikrobielle Therapie in Kombination mit Sauerstofftherapie erforderlich. Auch viele Patienten mit AIDS, Tuberkulose und diversen Autoimmunerkrankungen sterben an Kachexie; das beweist, dass dieser Krankheitszustand nicht durch Tumore, sondern von Mikroben hervorgerufen wird.

Wachstumsförderer und -hemmer

Will man einen Tumor stabil halten, dann muss man Wachstumsförderer möglichst gering halten. Der wichtigste Wachstumsförderer sind Entzündungen, die mithilfe antimikrobieller Therapie, alkalisierender Mittel, Fastenkuren, proteolytischer Enzyme, Antioxidantien und entzündungshemmender Kräuter unter Kontrolle gebracht werden können. Zu den weiteren Wachstumsförderern zählen mehrfach ungesättigte Öle, Phosphate oder stark phosphorhaltige Nahrungsmittel, Zucker, Zerealien und Getreideprodukte (vor allem hochraffinierte Erzeugnisse), die entzündliche Vorgänge durchwegs verstärken.

Ein anderer weitverbreiteter Wachstumsförderer sind Insulinähnliche Wachstumsfaktoren (IGF-1) in der Kuhmilch. Diese Wachstumsfaktoren fördern die Vergrößerung aller Tumore, besonders aber bei Brust-, Prostata-, Lungen- und Darmkrebs. Wahrscheinlich ist es kein Zufall, dass genau diese Krebsarten die verbreitetsten sind. Ein Faktor, der ebenfalls das Wachstum aller Tumore fördert, ist chronischer Stress – ob emotional, durch Fehlernährung oder Umweltbelastung hervorgerufen.

Frisches Gemüse und frische Gemüsesäfte – vor allem der Saft von grünem Blattgemüse, roter Bete und Weizengras – verbessern nachweislich den aeroben Stoffwechsel von Krebszellen und verringern dadurch ihre Bösartigkeit, was sie möglicherweise zu ganz normalen Zellen machen kann. Diese Wirkung wurde vor kurzem auch für Dimethylsulfon (MSM) nachgewiesen. Letztere Schwefelverbindung ist besonders interessant, weil sie einen Hinweis darauf gibt, was Krebszellen eigentlich bösartig macht.

In einem Versuch wurde eine besonders aggressive Art von Melanomzellen mit einer zweiprozentigen Dimethylsulfon-Lösung behandelt.15 Nach nur einem Tag waren die Zellen gesund und blieben das auch. Mit Dymethylsulfoxid (DMSO) konnte jedoch keine Normalisierung der Zellen bewirkt werden. Der einzige Unterschied zwischen Dimethylsulfon und DMSO ist ein zusätzliches Sauerstoffatom in Dimethylsulfon. Ich bin davon überzeugt, dass hier eine enzymatische Reduktion von Dimethylsulfon zu DMSO stattgefunden und der dabei freigesetzte Sauerstoff die oxidative Energieerzeugung der Melanomzelle repariert hat.

Im Wesentlichen liefert uns das auch den Beweis dafür, dass man Krebszellen problemlos in gesunde Zellen – und umgekehrt – verwandeln kann, indem man ihren oxidativen Energiestoffwechsel entweder hemmt oder wiederherstellt. Normalerweise hindern Mikroben die Krebszellen daran, zu gesunden Zellen zu werden. In diesem Fall aber hat das DMSO, das durch die enzymatische Reduktion von Dimethylsulfon erzeugt wurde, diese Mikroben blockiert oder abgetötet. DMSO ist auch gegen Pilze und Mykoplasmen wirksam. Anscheinend haben sich hier beide Wirkungsmechanismen – die Reparatur der Mitochondrien und die Hemmung mikrobiellen Wachstums – vereint, um die Melanomzellen in normale Zellen zurückzuverwandeln. Es ist jedoch möglich, dass dies im Rahmen einer Therapie nicht so einfach funktioniert, wenn man nicht gleichzeitig die Mikroorganismen im Blutkreislauf unter Kontrolle bringt.

DMSO wird häufig als Trägersubstanz in der Chemotherapie oder antiviralen Therapie eingesetzt, weil es die besondere Fähigkeit besitzt, leicht in die betroffenen Zellen eindringen zu können. Gerade bei Krebserkrankungen stürzt es sich geradezu auf bösartige Zellen und kann daher dazu benutzt werden, Heilmittel zu den betroffenen Stellen zu befördern. Besonders vorteilhaft ist dies bei Gehirntumoren, die man ansonsten nur schwer erreichen kann. Es gibt aber auch einige Studien, die darauf hinweisen, dass DMSO selbst eine antitumoröse Wirkung hat. Offensichtlich wirkt sich dieses organische Lösungsmittel bei der Behandlung von Brust-, Lungen- und Prostatakrebs sowie bei malignen Lymphomen und auch auf normalisierte Leukämiezellen positiv aus. In einer aktuellen Studie über stark invasive Lungenkrebszellen schrieben die Autoren:

„Wir konnten feststellen, dass DMSO eine signifikante Hemmung auf Wachstum, Abwanderung, Wucherung und Koloniebildung von Krebszellen hat.“16

Zudem bewirkt DMSO das natürliche Absterben von Krebszellen und schützt nachweislich gegen Strahlungsschäden, vor allem im Zusammenhang mit der Krebstherapie.

Es könnte also vorteilhaft sein, im Rahmen der Krebsbehandlung Dimethylsulfon und DMSO zu kombinieren: Bis zu 34 Gramm Dimethylsulfon können in 100 Milliliter DMSO gelöst werden. Bei Brustkrebs, malignen Melanomen und anderen hautnahen Tumoren kann diese Lösung 2:1 oder 1:1 mit Wasser verdünnt und als Umschlag über die Position des Tumors gelegt werden, bis sich die Geschwulst spürbar normalisiert. Bei gut erreichbaren Tumoren im Körper – wie etwa Magen-, Bauchspeicheldrüsen- oder Gebärmutter­krebs – empfiehlt es sich, möglichst oft eine Körperhaltung einzunehmen, die die eingenommene oder eingeträufelte Lösung möglichst rund um den Tumor konzentriert. Bei unzugänglichen Tumoren könnte man es mit einer Kombination aus hochdosierter topischer Anwendung und oraler Einnahme versuchen. DMSO sollte jedoch nicht rektal angewendet werden, da es auf diesem Weg Giftstoffe in den Blutkreislauf bringen könnte.

Offene Fragen

Das Hauptproblem bei mikrobieller Krebstherapie ist die Entscheidung, welche Heilmittel sich in welcher Dosis und in welchen Kombinationen am besten zur Reinigung des Blutes eignen und wie lange man sie anwenden soll. Mithilfe einer Vitalblutanalyse lassen sich diese Fragen relativ leicht beantworten – nur haben es Naturheiler, die diese Methode anwenden, normalerweise nicht mit so vielen Krebspatienten zu tun, dass sie sinnvolle Vergleiche ziehen könnten. Erschwerend kommt hinzu, dass die wirksamsten Mittel gegen pleomorphe Mikroben in den meisten westlichen Ländern von den Gesundheitsbehörden verboten wurden oder heftig angegriffen werden; Forschungen in diese Richtung könnten also riskant sein. Ärzte, die sich für Alternativmedizin interessieren, haben hier etwas mehr Spielraum.

Vielleicht ist es möglich, eine gemeinsame Datenbank zu erstellen. Zusätzlich müsste man noch andere Aspekte untersuchen – den Einfluss von Dysbakterie, Leaky-Gut-Syndrom oder Wurzelkanalfüllungen auf Mikroorganismen im Blutkreislauf etwa, oder wie man am besten den Normalzustand wiederherstellen kann. Es gibt Hinweise darauf, dass eine Blutreinigung auch zu einer sukzessiven Tumorbeseitigung führen oder Tumore inaktiv halten kann. Auch dieser Punkt gehört bestätigt oder weiter untersucht, um die Ursachen für ein eventuelles Versagen der Behandlungsmethode zu finden. Bis es eine zuverlässige medizinische Leitlinie gibt, empfehle ich die Anwendung diverser antimikrobieller Breitspektrum-Substanzen mit guten antimykotischen Eigenschaften in unterschiedlichen Kombinationen und Dosierungen – wie ich in meinem Aufsatz „Die Ultimative Reinigung“17 näher ausgeführt habe – sowie die zusätzliche Verwendung eines elektro­nischen Blutreinigungsgeräts oder einer geeigneten Frequenzmedizin-Vorrichtung. Und natürlich ist der Einsatz alkalisierender Mittel anzuraten, die den pH-Wert des Urins über 7 halten. In Deutschland sind auch isopathische Arzneien für die Enderlein-Therapie problemlos erhältlich. Detaillierte Behandlungspläne finden sich in meinem Buch „Krebs natürlich heilen: Wie Sie sofort beginnen können, Ihre Gesundheit zu retten“ (Mobiwell-Verlag, 2010).18

Endnoten

1.      Last, W.: „Pleomorphic Microbes - The Hidden Cause of Cancer and Autoimmune Diseases“ aufhealth-science-spirit.com; http://bit.ly/WqRQjf

2.      Cantwell, Jr., A.: „Dr. Wilhelm Reich: Scientific Genius – or Medical Madman?“ inNew Dawn Magazine, 9.6.2004, viawhale.to; http://bit.ly/10TZiXY

3.      Shaw, W. (Gründer von The Great Plains Laboratory, Inc.): „The Yeast Problem & Bacteria Byproducts“ auf greatplainslaboratory.com; http://bit.ly/13Z2dQ1

4.      Last, W.: „Proof that Cancer Surgery Increases Mortality“, auf health-science-spirit.com; http://bit.ly/YuRWpL

5.      Keim, B.: „To Survive Cancer, Live With It“, aufwired.com, 27.5.2009; http://bit.ly/WKCoko

6.      Robey, I. F. et al.: „Bicarbonate Increases Tumor pH and Inhibits Spontaneous Metastases“ inCancer Research, 2009, 69:6, viacurenaturalicancro.com, 10.4.2009; http://bit.ly/Xbgzp7

7.      Estrella, V., Chen, T., Lloyd, M. et al.: „Acidity generated by the tumor microenvironment drives local invasion“ inCancer Research, 3.1.2013; http://bit.ly/12UfHwX

8.      Zajicek, G.: „Treatment accelerates tumor growth“ aufYouTube.com, 9.11.2012; http://bit.ly/12Ug4Yc; siehe auch Zajicek, G.: „Cancer and Wisdom of the Body: New Medicine Medical interpretation of holistic medicine“ aufwhat-is-cancer.com; http://bit.ly/YuTgWJ

9.      Sifferlin, A.: „How Chemotherapy May Trigger Tumors’ Resistance“ inTime Magazine, 7.8.2012; http://ti.me/ZRJ27f

10.   American Association for Cancer Research (AACR): „Fasting protects normal cells and sensitizes cancer cells to chemotherapy“ auf foodforbreastcancer.com; 6.5.2010; http://bit.ly/12UhsKw

11.   McKeever, K.: „Periodic Dieting May Cut Breast Cancer Risk“, auf MedicineNet.com, 4.8.2009; http://bit.ly/12UhGRU

12.   Last, W: „Hypercoagulation“ auf health-science-spirit.com; http://bit.ly/ZLFgKe

13.   Last, W.: „Alkalizing with Sodium Bicarbonate and Potassium Citrate“ aufhealth-science-spirit.com; http://bit.ly/YcrhyZ

14.   Online-Videos auf der Website von Grayfield Optical Inc.; http://bit.ly/Z87XC5

15.   McIntyre Caron, J. et al.: „Methyl Sulfone Induces Loss of Metastatic Properties and Reemergence of Normal Phenotypes in a Metastatic Cloudman S-91 (M3) Murine Melanoma Cell Line“, auf PLOS ONE, 4.8.2010; http://bit.ly/ZLFPUB

16.   Wang, C. et al.: „Dimethyl Sulfoxide Promotes the Multiple Functions of the Tumor Suppressor HLJ1 through Activator Protein-1 Activation in NSCLC Cells“, PLOS ONE, 17.4.2012; http://bit.ly/ZDzbhF

17.   Last, W.: „Die Ultimative Reinigung“ in NEXUS-Magazin, 2009, 25:30-37; http://bit.ly/YeonXg

18.   Last, W.: „Overcoming Cancer“ (Bowral, NSW, Australien: Austpac Productions; http://bit.ly/ZDAFbQ; dt.: „Krebs natürlich heilen“ (Immenstadt: Mobiwell, 2010)

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